31. Oktober 2014

Änderung des ADR zum 1.1.2015

Für Gefahrguttransporte auf Straße, Schiene und per Binnenschiff wurden erneut die Bestimmungen und Auflagen geändert.  Turnusgemäß zum 1. Januar 2015 treten entsprechende Neufassungen der Regelkataloge ADR, RID und ADN in Kraft.

Im ADR wurden unter anderem die Regelungen für den Transport gebrauchter sowie auch beschädigter Lithium-Ionen-Batterien neu gestaltet – eine Dienstleistung, die CCR europaweit anbietet. Auf Grund ihres hohen Gefahrenpotentials von Lithium-Ionen Batterien gelten diese als Gefahrgut und entsprechend strenge Auflagen sind bei Verpackung und Transport zu berücksichtigen.

CCR kann beim Umgang mit Gefahrgütern in anderen Dienstleistungsbereichen bereits auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen und ist mit den Regelungen des ADR daher bestens vertraut. So zählen beispielsweise Bleibatterien, sowie Öl- und Kraftstofffilter, Spraydosen, verunreinigte Kraftstoffe, Altfarben und Altlacke oder auch Airbags als Gefahrgut und werden von der CCR im Rahmen der Werkstattentsorgung unter Einhaltung der geltenden Vorschriften transportiert und entsorgt.

Den Transport von Lithium-Ionen-Batterien bietet CCR bereits jetzt für Batterien jeglichen Typs und Größe: Egal ob es sich lediglich um gebrauchte oder gar um defekte (kritisch und nicht-kritische) Einheiten handelt, CCR holt die Batterien direkt vor Ort rasch und unkompliziert ab und bringt sie sicher zur Verwertung.

Weitere wesentliche Änderungen des ADR zum 1.1.2015 sind:

  • Es werden 20 neue UN-Nummern eingeführt, mehrheitlich für adsorbierte Gase.
  • Die Abmessungen der Gefahrzettelmuster und sonstigen Kennzeichen werden nun exakt vorgegeben; es gibt aber eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2016.
  • Die schriftlichen Weisungen wurden geringfügig modifiziert, sind deshalb auch erst bis 30.06.2017 auszutauschen.
  • Für ungereinigte leere Verpackungen wird eine eigene UN-Nummer (3509) eingeführt.
  • Asymmetrische Kondensatoren wie LIC (Lithium-Ionen Kondensatoren) werden als Gefahrgut eingestuft.
  • Es enthält neue Formeln für die Berechnung des maximal zulässigen Füllungsgrades für Tanks sowohl für umweltgefährdende flüssige Stoffe als auch für Stoffe mit der Nebengefahr der Umweltgefährdung.
  • Die Freistellungsregelungen zur Beförderung von Leuchtmitteln, die gefährliche Stoffe enthalten wurden normiert.
  • Die Sondervorschriften für den Transport in loser Schüttung sind vollständig überarbeitet.
  • Transporte radioaktiver Typ-A-Versandstücke in gewissen Umfang (maximal 10 Versandstücke, Transportkennzahl maximal 3) dürfen künftig ohne ADR- Schulungsbescheinigung durchgeführt werden.
  • Umweltgefährdende Stoffe der UN 3077 und 3082 werden, mit Ausnahme allgemeiner Verpackungsvorschriften, vollständig vom ADR befreit, wenn sie sich in Behältnissen mit höchstens 5 Liter oder kg Inhalt befinden.

 

Der komplette Gesetzestext kann im Bundesgesetzblatt vom 13. Oktober 2014 nachgelesen werden.

Für die Umsetzung wird eine halbjährliche Übergangsfrist gewährt, d.h. bis spätestens zum 1.Juli 2015.

 

Bild: © istockphoto - froxx