The Global E-waste Monitor 2017
05. Februar 2018

UNU schätzt einen Verlust von 55 Milliarden Euro durch unzureichendes Recycling von Elektroschrott

Der Umgang mit Elektroschrott ist mittlerweile in vielen Ländern weltweit ein Regierungsthema. Dennoch weist die Universität der Vereinten Nationen (UNU) in ihrem letzten Lagebericht zum Thema Elektroschrott weiter auf weltweit große Defizite im Umgang mit den Abfallströmen aus elektrischen und elektronischen Produkten hin. 

Erwartbar stieg das globale Elektroschrottvolumen auf fast 45 Millionen Tonnen in 2016 weiter an. Bei einer jährlichen Steigerung von drei bis vier Prozent wird das Vorkommen für 2021 auf 51,2 Millionen Tonnen geschätzt. 

Bei nur 20 Prozent der in 2016 generierten Menge ist verlässlich von deren professionellem Recycling berichtet, weitere vier Prozent wurden (zumeist in reicheren Ländern) in Restmüllströmen gefunden. Das Schicksal des größten Anteils ist jedoch leider ungewiss. Vermutlich wurden die Geräte in Deponien verbracht oder informell gehandelt und recycelt. 

Nach der Einführung entsprechender Gesetze in Indien und weiteren Ländern ist der Umgang mit Elektroaltgeräten mittlerweile in 67 Ländern gesetzlich geregelt, was einen Anteil von 66 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Die Effektivität dieser Gesetze schwankt abhängig von Um- und Durchsetzung jedoch erheblich. 

Als Folgen dieser Missstände nennt die UNU nicht nur negative Umweltauswirkungen. Der Bericht beklagt auch einen Verlust in Höhe von 55 Milliarden Euro weil Materialien nicht ausreichend wiedergewonnen und oftmals unzureichend recycelt werden. 

Der vollständige Bericht ist hier abrufbar >